Freitag, 26. Juli 2013

Alles hat ein Ende,

....aber es muss ja nicht gleich in Arbeit ausarten. So fahren wir - meist unter Motor - von Missunde nach Arnis, nicht ohne noch einmal in einer schönen Bucht zu ankern, zu baden und gemütlich Kaffee zu trinken. Ein letzter schöner Urlaubsabend in Arnis schließt sich an. 
Der nächste Morgen - wieder sehr heiß - ist Ausräumtag. Was haben wir bloß alles von Bord geschleppt: Wäsche, Lebensmitttel, Lesestoff, Technik und Spielkram, leere Flaschen etc. Nach etwa drei Stunden ist es geschafft: Wir verlassen unser sauber aufgeklartes Schiff und treten die Heimreise an. Etwas wehmütig, aber doch auch mit der Vorfreude auf unser Zuhause an Land. Naja, die Saison hat noch viele Wochenenden.
Hier endet unser Blog, und wir bedanken uns bei Euch für die nette Begleitung mit lustigen Kommentaren. Es war - auch durch Eure Beiträge - eine wunderbare Reise, und wir grüßen Euch noch einmal recht herzlich, wir, das sind Anke, Christoph und unser Schiff "Adonis".


Rituale zum Schluss...


...ein Muss!! Zum Abschluss eines jeden Sommertörns - so ist das seit Jahren üblich - segeln wir nach Missunde, dort lädt uns Irmela zum Grillen mit Kartoffelsalat ein. Diesmal gab es noch ein Vorspiel: Wir waren rechtzeitig zu Kaffeezeit da, und Irmela hatte eine Überraschung bereit: Jawohl, sie hatte nochmal wieder einen FRIESENKUCHEN gebacken, uns diesmal hatte der keinen SCHLIFF, nein, wirklich nicht! Wir kamen zu dem  Schluss, dass nur die Friesenkuchen, die auf einem Schiff verzehrt werden, einen SCHLIFF haben, sonst nicht! Logisch!!






Doch dann kam das Grillen! Der Kartoffelsalat war schon fertig, wie er schmeckte könnt Ihr leider nicht sehen, aber wie der aussieht.... Spitzenklasse! Dagegen sieht das Grillfleisch schon wieder normal aus, aber wir haben herrlich gespeist!





Zu bemerken wäre nur noch, dass es - nachdem wir die ganzen Tage nur gutes Wetter hatten - um 22:30, als wir satt und müde zu unserem Schiff taperten, anfing zu regnen. Aber am nächsten Morgen war das Wetter wieder schön.


Dienstag, 23. Juli 2013

Nett ohne Inter-.....

....net, ja das waren 3 Tage ohne Internetverbindung, auf Dreijö gab´s keines, und in Söby funktionierte es (`mal wieder) nicht. Nun reichen wir ein paar Bilder nach, unser Urlaubstörn ist fast zuende, denn: Wir sind wieder in unserer geliebten Schlei. 

Drejö liegt an zentraler Stelle in der südfünschen Inselwelt, man hat einen schönen Blick nach  Ärö, Fünen und vielen kleine Inselchen, wie Avernakö, Lyö, Birkholm, Skarö etc. Auf  Drejö wohnen noch 60 Leute, der jüngste von ihnen ist bereits 50....!
 
Der Hafen von Drejö, im Hintergrund die Fähre von Svendborg, die Drejö 3mal am Tag anläuft.

Am 21. wollten wir eigentlich einmal wieder etwas weiter wegsegeln, der Wind schlief aber eine halbe Stunde nach dem Auslaufen aus Drejö ein, glattes Wasser, der Diesel musste uns bis zum nächsten Hafen schieben, wir waren zurück auf Ärö, diesmal in Söby. Zwei Tage lang war es sehr heiß, unser Sonnenschutz (ein altes Bettlaken) leistete gute Dienste, wir waren stinkefaul, jede Bewegung ein Angang. Ausgiebige Mittagsschläfchen und häufiges Baden am Strand direkt neben dem Hafen waren unser Wellness-Programm. Nicht einmal Fotos haben wir gemacht, einfach zu anstrengend.
Erst heute Morgen (23.7.) kam ein herrlicher Ostwind auf. Adonis lief traumhaft immer zwischen 6,5 und 7 Knoten, und wir erreichten Schleimünde nach knapp 3 Stunden. Segeln wie im Bilderbuch, schöner kann man einen Ostseetörn  nicht abschließen !!


Schleimünde ist bereits um 13.45 voll, irgendwo hatten sich auch Achim und Gundel mit ihrer "Shiralee" in dem Hafen versteckt, hätten wir das gewusst...



Eine Armada von Seglern läuft in die Schlei ein, ein herrlicher Anblick, nicht wahr ?-



Es ist immer wieder ein besonderer Moment, wenn man nach einem langen und erlebnisreichen Törn sein Schiff und die Besatzung heil und gesund nach Hause gesegelt hat. Da bleibt viel "hängen"!!



Nach unserem Anlegen bei Modersitzki fotografieren wir uns noch einmal an Bord von "Adonis" .....




....dann nehmen wir an Land Platz in diesem eigenwilligen "Werftbau".  Aber eigentlich mögen wir keine halben Sachen !! Und schwimmen kann der auch nicht, geschweige denn segeln...! Nix für uns !!


 Wie schon so oft machen wir in Maasholm an der "Moderstzki-Werft" eine "Zwischenlandung", im "Schleieck" gibt es die besten Dorschgerichte der Welt, ein solcher Törn braucht ein kulinarisches Ausrufezeichen, und dann erwartet uns ja auch noch das Grillen in Missunde bei Irmela. Klar, davon zeigen wir auch noch ein paar Bilder, aber jetzt gehen wir erstmal lecker Essen, jawoll!!-


 So, und nun zu den Kulin-Arien: Da wäre zunächst die "Dorschparade" aus dem "Schleieck" in Maasholm.
Wir hatten zunächst eine Vorspeisenplatte mit Leckereien, die sah so aus:

Was war da alles drauf! Kichererbsen, in Teig gebackenes Hackfleisch, Kichererbsen, getrocknete Tomaten, Weinblatt, verschiedene Dips, usw. Klein aber fein!
Ein typisches Hauptgericht, sehr fantasievoll:


 Mit Käse, Knoblauch und Tomaten überbackenes Dorschfile in einem Nest von Spaghetti mit einer Chili-Pesto-Sauce

 Ein weiteres Hauptgericht:

Dorschfilet mit Kräuter-Meerrettichkruste mit Kartoffeln und Salat
 Klar, danach mussten wir mit einem Linie-Aquavit nachspülen. 

Morgen geht´s weiter in Missunde, da gibt´s auch leckere Sachen....!








Freitag, 19. Juli 2013

Ärö - da kommt man schwer....



....von los ! Heute hat uns ein starker und von der Richtung her ungünstiger Wind ein Alibi für einen weiteren Hafentag auf Ärö geliefert. Unser Ziel, nochmal in die Flensburger Förde zu segeln, wird deshalb einstweilen verschoben, wo wir morgen landen werden, wissen wir noch nicht, es gibt ja soo viele Möglichkeiten...!




Eine Halbinsel vor Ärosköbing (Urehoved) haben wir zu Fuß erobert, ein mehr als 2 Stunden langer Spaziergang in schöner Natur - und Anke mittendrin,


An der Spitze fanden wir merkelwürdig aufgeschichtete Steinhaufen, für den Fall einer verlorenen Bundestagswahl sollen sie als Steinbrückenköpfe an die einstmals bedeutende Spezial-Dermatologische- Misser- Volkspatei in Deutschland erinnern... Im Falle eines Wahlsieges könnten sie in den Rang einer Freizeitstatue erhoben werden !!



Dieser Fischer hatte heute nichts gefangen, selbst Backfische waren in den Maschen nicht zu finden.
Jaaa, Joschka...!

Donnerstag, 18. Juli 2013

Von Hafen zu Hafen.....

Björn - so heißt ein altes Dampfschiff, es liegt z. Zt. in Ärosköbing
 
 
....manchmal am selben Ort: Wir wechseln morgens um 9:30 von unserem "Paketliegeplatz" im alten Hafenbecken ´rüber in den Yachthafen von Ärosköbing und finden dort einen guten Platz, wir möchten noch einen Tag hier bleiben, weil es so schön ist.



 Mann, was sind wir heute  ´rumgelaufen ! Zunächst ein ausgedehnter Stadtbummel, Einkäufe im Supermarkt. Zwischendurch eine gut gekühlte Buttermilch als Erfrischung, Christoph gönnt sich einen erholsamen Mittagsschlaf, dann gibt´s Kaffee und dänischen Kuchen (süß und lecker!). Wieder geht es von Bord, diesmal zum Strand (da wo die kleinen Badehäuschen stehen). Wunderbar warmes Wasser, die Ostsee ist nicht mehr kalt.


Zum Abschluß des Tages ein herrlicher Sonnenuntergang mit prächtigen Farben, Ärö ist wunderschön !!-

Gute Nacht !

Mittwoch, 17. Juli 2013

Man soll den Tag nicht...

.... vor dem Abend beschimpfen. Auch nicht, wenn man wie wir früh aufstehen musste (7:30), weil der Nachbar, bei dem wir angelegt hatten, um 9:00 ablegen wollte. War gar nicht so einfach in dem engen Hafen von Lundeborg, aber wir waren um 9:10 wieder draussen, hatten sogar schon fertig gefrühstückt, sensationell !!-


  
Sensationell war das Wetter diesmal nicht, sehr diesig, kalt, grau und schlechte Sicht, dazu ein böiger Wind, der uns ordentlich auf die Seite legte. Na, macht nix, dafür waren wir wieder einmal sehr schnell in unserem nächsten Hafen, 11:15, also zu einer Zeit, wo wir sonst gerade auslaufen, konnten wir uns in Troense (Taasinge) den Liegeplatz aussuchen. Kaum hatten wir festgemacht, da klarte das Wetter auf, Sonne satt, es wurde ein wunderschöner Tag.
 

 Wieder ein Spaziergang zu Waldemars Schloß, neu war der erst vor kurzem eröffnete Park mit einem schönen See und prachtvollen Gärten. Unterwegs kauften wir an einem kleinen Stand Kirschen, und in der Disziplin "Kirschkerne-Weitspucken" sind wir nun olympiareif.












Ein herrlicher Abend in Troense, ein Hafenmeister, der einmalig ist in dänischen Häfen, schon über 80 Jahre alt, richtig liebevoll zu seinen Gästen, morgens legt er das bestellte Brot im Clubhaus hübsch dekoriert auf den Tisch und hat für jeden ein freundliches Wort. Hier zahlt jeder sein Hafengeld gerne !!







Der nächste Morgen (17.7.) ist wieder ein sonniger, und er färbt sofort unsere Gemüter. Leckeres Frühstück, dann geht´s los durch den Svendborg Sund, zunächst unter Motor, erst kurz hinter Rantzausminde können wir segeln. Hoch am Wind geht es mit Rauschefahrt nach Ärosköbing auf der Insel Ärö. 12:15 kommen wir an, fest davon überzeugt, hier noch einen guten Liegeplatz im Yachthafen zu erwischen. Nichts da, es ist rappelvoll, auch kreatives Anlegen bringt hier nichts mehr. Kurze Besprechung, wir beschließen, ´rüber in den alten Handelshafen zu fahren, dort scheint uns das "Paketliegen" sicherer. In der Tat, wir legen an einer "Bavaria" mit dem Schiffsnamen."Stuttgart" an, eine weitere Bavaria pakt sich noch an uns ´ran, man versteht sich prima mit den Nachbarn, kein Stress, also ist hier das "Paketliegen" eine gute Lösung. In Ärosköbing wohl um diese Jahreszeit der Normalfall. 
 



Montag, 15. Juli 2013

Hafen ist vollgelaufen....

...in Lundeborg (auf der Insel Fünen südlich von Nyborg). Wir sind - von Kerteminde kommend - in einem Affenzahn durch die Große-Belt-Brücke weiter nach Lundeborg gesegelt, waren rechtzeitig, d.h. um 14:00 dort, der Hafen proppevoll. Trotzdem bekamen wir neben einer Hamburger Comfortina noch einen akzeptablen Platz, sogar mit direktem Zugang zum Steg, dank freundlicher Hilfe unserer Nachbarn. Wieder ein toller Segel- und Urlaubstag, es ist kaum zu fassen, dieses beständige Wetter mit dem herrlichen Wind !  Weiter so !!


Beim ersten Landgang ging´s um die Wurst, genauer gesagt, ein heißer Hund - genannt Hot Dog - bellte uns an. Er wurde daraufhin mit Senf, Ketchup und Maionaise beschmiert, in ein Brötchen gebettet, dann mit Röstzwiebeln und Gürkchen garniert und genussvoll verspeist. Das Gerücht, dass Anke den Mund zu voll genommen hat, wird hiermit ausdrücklich dementiert !!


Sonntag, 14. Juli 2013

Man trifft sich immer....





....mindestens zweimal im Leben. Hier in Marup trafen wir eine Drabant 24, mit solch einem Schiff sind wir früher gesegelt, es war klein, eng, spartanisch ausgestattet, aber sehr gut zu segeln, wir haben die gleichen Törns gesegelt, die gleiche See und die gleiche Sonne genossen, kurz, so dankbar wir sind, dass wir jetzt ein so schönes, großes und komfortables Schiff haben, so gerne denken wir an die Zeiten unserer ersten gemeinsamen Segeltouren zurück (schnief!).





Von Samsö aus sind wir bei gutem Wind nach Kerteminde gebrettert, Marup-Kerteminde in  5 1/2 Stunden. Man segelt dabei an einem Offshore Windmühlenpark vorbei, der die Insel Samsö energieautark macht. Ja, der Wind hat schon Kräfte, das merken wir jeden neuen Segeltag.



In Kerteminde angekommen werden zunächst einmal die wichtigen Dinge erledigt, dazu gehört unbedingt das Softeis für Anke. Ein Hafentag wegen Faulheit und ungünstiger Windlage folgt, uns hetzt ja niemand, und wir schon gar nicht.



Freitag, 12. Juli 2013

Ega - Egal

  Vorbeifahrt an Aarhus


Eine Riesen-Marina, alle Versorgungsmöglichkeiten am Ort, und trotzdem, wir mögen lieber die kleinen, etwas schrulligen Häfen, wo auch ´mal ein Fischerboot hinein fährt, nicht alles so gerade in Reih´ und Glied, und nicht so viele "Katalogsegler" und weniger maritime Snobs.




Weil das Wetter immer noch so toll ist, und weil wir noch sooo viel  Zeit haben, leisten wir uns jetzt ein paar Abstecher  in die liebliche Welt der kleinen Inseln und Häfen. Eigentlich wollten wir von Ega nach Hov segeln, aber der Wind kam nicht richtig in die Gänge, also sind wir schon auf der Hälfte des Weges abgedreht und in Norsminde eingelaufen: Traumhaft ist das hier, und wir freuen uns, dass wir  ´mal wieder hier sind! (Irmela, erinnerst Du Dich noch an Norsminde?).



 Große Schläge kann man bei der Windlage sowieso nicht machen, wo wir morgen landen, wissen wir wieder ´mal nicht. Erreichbar wären Tunö (hier ist es jetzt ruhiger, das Festival ist zu Ende), oder Endelave, es bleibt spannend, so lieben wir das. Bisher ein Traumurlaub... !

So, eigentlich wollten wir heute nach Tunö, aber es war brechend voll, wir hatten keinen Bock auf Paketliegen, also wieder  ´raus aus dem Hafen  und - dreimal dürft Ihr raten - rüber nach Marup. Bei etwas mehr Wind geht´s weiter, vorerst aber sind wir wieder hier! Jawoll !!

Mittwoch, 10. Juli 2013

Wir sind wieder auf dem Fest......


....land, am 9.7. sind wir von Langör über die Aarhus-Bucht in die Kalövig gesegelt. Ca 5 Km nördlich von Aarhus liegt der Yachthafen Kalövig, über 500 Yachten liegen hier, aber - man glaubt es kaum - tote Hose!! Man kann das Hafengeld nur per Kreditkarte im Automaten bezahlen, die Zugangskarte zu den Hafeneinrichtungen gibt es ebenfalls nur per Karte. Einkaufsmöglichkeiten ?-  Null! Da sind wir ganz schnell nach dem Kaffeetrinken wieder abgehauen und nach Ega (Vorort v. Aarhus) gefahren. Auch so eine Riesenmarina (750 Schiffe), aber hier hat man wenigstens Versorgung. Typisch für Yachthäfen nahe einer Großstadt, riesig groß, aber anonym, wir kennen das aus der Gegend von Kopenhagen. Ach, da war es auf Samsö doch wesentlich "hyggeliger" !!-
Wetter ist weiterhin toll, heute hat der Wind mächtig aufgedreht, soll sich aber morgen wieder beruhigen. Wir werden bald wieder die kleineren Inseln anlaufen, Tunö, Endelave, liegen noch auf dem Weg, Korshavn an der NO-Spitze von Fünen ist auch sehr schön, vielleicht auch noch Omö oder Agersö, mal sehen, wohin der Wind uns treibt. Euch allen entspannte Grüße von einem bisher sehr schönen Segeltörn, unsere weitere Blogbedienung wird jetzt stark abhängig von vorhandenen WL- Netzen in den jeweiligen Häfen, also nicht traurig sein, wenn ´mal nichts "drinsteht". 
  

Am Hafen von Langör


 Ach ja, die Ostsee hat mittlerweile schon Badetemperatur!



Montag, 8. Juli 2013

Ankern mit Hindernissen...

mögen wir gar nicht. Dabei war es so schön, wir hatten schon 6 Stunden in  der Langör-Bucht gelegen, kurz vorm In-die Koje-Hüpfen riss sich der Anker los, wir trieben. Also Motor an und in der Dunkelheit in den Hafen gefahren. Ein paar hilfreiche Hände zogen uns in eine freie Box, wir hatten eine ruhige Nacht, aber der Schreck saß doch ganz schön tief. Was wäre gewesen, wenn wir schon geschlafen hätten?- Naja, ist ja noch ´mal gut gegangen. Hier ein parr schöne Bilder, geschossen vor dem Ankertrouble:


Sonntag, 7. Juli 2013

Man kann ja nicht...


.....alles essen, aber spielen können wir!! Entsprechend der ultimativen Rächtschraiprevorm haben wir unser Gelärntes einvach auf das Weltspiel Skräppel angewandt, mit durchschlagendem Ärvolk, wie man siet:


 Einfach ´mal nachspielen, ist gar nicht so einfach..!

So, und nun sägeln wir loohs - nach Langör!